Die etwas andere Wohnform

Die etwas andere Wohnform

Das Wohnprojekt „Solidarischer Horst“ stellt sich vor

Vielleicht haben Sie/hast Du bemerkt, dass sich seit Sommer 2016 in dem Eckhaus der Mattfeldstraße einiges getan hat. Zu zehnt haben wir dort ein Wohnprojekt gegründet, um unsere Idee vom gemeinschaftlichen Wohnen zu verwirklichen. Wir, das sind Menschen mit ganz unterschiedlichen Charakteren, Berufen und Lebensabschnitten im Alter von 26 bis 34 Jahren.
Doch eins haben wir gemeinsam: Wir schätzen das Leben in Gemeinschaft und es ist uns wichtig respektvoll und tolerant miteinander umzugehen. Da wir im letzten Sommer Nachwuchs bekommen haben, leben wir inzwischen zu elft zusammen.
Uns wurde deutlich, dass sich mehr und mehr Menschen in ihrem Wohnumfeld einsam fühlen. Darum haben wir uns entschieden eine Alternative zu den bestehenden Lebens- und Wohnformen zu entwerfen und versuchen in unseren vier Wänden als lebendige Gemeinschaft gleichberechtigt, selbstverwaltet, solidarisch und umweltbewusst zu leben. Regelmäßige gemeinschaftliche Treffen zur Planung und Entscheidungsfindung über aktuelle Fragen bezüglich des Hauses und des Zusammenlebens gehören für uns genauso dazu, wie der Austausch über gesellschaftliche Themen.

Die letzten Jahre haben uns zusammenwachsen lassen, wir haben renoviert, sind umgezogen, haben repariert, gebaut und umgegraben. Neben dem gemeinsamen Wohnen gibt es aber auch eine politische Idee hinter dem Hauskauf:

Auch in Hannover wird bezahlbarer Wohnraum immer knapper. Bei dem Kauf des Hauses war es uns daher wichtig kein Privateigentum sondern gemeinschaftliches Eigentum (Gemeineigentum) zu schaffen, sodass wir uns dem deutschlandweit tätigen Verein des „Mietshäuser Syndikats“ angeschlossen haben. Wir verwalten unser Haus ähnlich einer Genossenschaft selbst und wollen so langfristig bezahlbaren Wohnraum schaffen. Über dieses Konzept und weitere Wohnprojekte in ganz Deutschland zeigen wir am Dienstag den 8. Mai 2018 ab 19 Uhr im Kulturtreff Plantage den Film „Das ist unser Haus“.

Dazu laden wir alle Interessierten herzlich ein!

Auch in unserem Haus möchten wir Raum für politischen und kulturellen Austausch schaffen, da wir das Wohnprojekt nicht nur als Lebensraum, sondern auch als politischen Ort im Stadtteil verstehen. Gerade in einer Zeit in der Ausgrenzung und Rassismus wieder gesellschaftsfähig werden, versuchen wir damit unseren Anteil für ein gesellschaftliches Miteinander zu leisten.
Bereits seit Oktober 2017 findet einmal monatlich eine (politische) Veranstaltung statt. Wir freuen uns sehr über (neue) Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Auch wenn Sie/Ihr selbst eine Idee für eine gemeinsame Veranstaltung haben oder habt, so schreibt uns gerne (wohnprojekt(at)solidarischer-horst.de).

Das aktuelle Programm sowie weitere Informationen finden Sie/findet Ihr auf unserer Homepage: www.solidarischer-horst.de

Termine:

Dienstag, 24.04.18, 19Uhr
Waffenexporte unter Beschuss?
Immer wieder wird von deutschen Waffenexporten in Kriegsregionen berichtet. Gleichzeitig behaupten Politiker*innen, dass Waffenexporte zurückhaltend gehandhabt werden. Diesen Widerspruch von Anspruch und Wirklichkeit wollen wir besser verstehen und anhand von Beispielen diskutieren.

Sonntag, 06.05.18, 11-16Uhr
Flohmarkt Kunterbunt
An diesem Sonntag veranstalten wir einen kleinen Flohmarkt in unseren Garten. Bei Kaffee und Kuchen kann man ins Gespräch kommen und sich kennen lernen. Besonders ist die Nachbarschaft eingeladen. Gerne kann auch selbst etwas angeboten oder zum Tausch mitgebracht werden!

Dienstag, 08.05.18, 19Uhr
Film und Diskussion: „Das ist unser Haus!“
Diesen Film zeigen wir zusammen mit dem Kulturtreff Plantage in der Plantagestr. 22: Wohnen in Gemeinschaft – solidarisch leben – aus Privateigentum wird Gemeineigentum – wie ist das möglich? Auf diese Fragen versucht der Film Antworten zu geben und stellt dabei das Netzwerk vor in dem unser Wohnprojekt eingebunden ist. Im Anschluss ist Raum für Fragen und Diskussion.

Dienstag, 29.05.18, 19Uhr
Share Economy
„Teilen statt besitzen“ als Zukunftsmodell? Von Car Sharing bis zur Solidarischen Landwirtschaft werden verschiedene Formen des Teilens von Ressourcen immer bekannter. An diesem Abend können wir diskutieren, ob eine Gesellschaft durch das Teilen von Gegenständen und Dienstleistungen nachhaltiger wird. Wie genau ist das möglich? Was sind die Vorteile? Gibt es Beispiele in Hannover und unserem Stadtteil?