Dauerbaustelle Badenstedter Straße: Infra verspielt weiter Vertrauen
Dauerbaustelle Badenstedter Straße: Anwohner seit Jahren belastet – Infra verspielt weiter Vertrauen
Seit dem Beginn der Bauarbeiten zur Verlegung der Schienen der Straßenbahnlinie 9 im Jahr 2018 zwischen der Haltestelle „Körtingsdorfer Weg“ und der Unterführung der Güterumgehungsbahn erleben die Menschen in Körtingsdorf eine kaum enden wollende Belastungssituation.
Während der Bauarbeiten wurde die Badenstedter Straße zeitweise vollständig gesperrt oder nur als Einbahnstraße freigegeben. Die Folge: massiver Schleichverkehr durch die Wohngebiete in Körtingsdorf. Besonders Berufspendler nutzen die Nebenstraßen als Ausweichroute. Der PKW-Verkehr hat seit Beginn der Maßnahmen spürbar und dauerhaft zugenommen, mit erheblichen Auswirkungen auf die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner.
Besonders ärgerlich ist dabei die jahrelange Verzögerung der Baumaßnahmen. Ursprünglich war eine Fertigstellung bereits für das Jahr 2023 vorgesehen. Doch auch im Jahr 2026 sind die Arbeiten noch immer nicht vollständig abgeschlossen.
In der Bezirksratssitzung im Februar 2026 entschuldigte sich der Geschäftsführer der Infra zwar für den bisherigen Ablauf der Bauarbeiten und stellte die endgültige Fertigstellung der Restarbeiten für März 2026 in Aussicht. Doch erneut wurde diese Termin nicht eingehalten. Damit setzt sich eine Kette aus Terminverschiebungen, mangelhafter Kommunikation und wachsendem Vertrauensverlust fort.
Gleichzeitig kündigte die Infra inzwischen an, dass die Straßenbahnlinie 10 mit Endpunkt Ahlem ab 2028 für gleich zwei Jahre stillgelegt werden soll, um in Linden zwei Hochbahnsteige zu errichten. Für diesen Zeitraum ist ein Ersatzverkehr mit Bussen geplant.
Angesichts der Erfahrungen mit der Dauerbaustelle an der Badenstedter Straße kann man den Nutzerinnen und Nutzern der Linie 10 dafür nur starke Nerven wünschen. Die vergangenen Jahre haben leider gezeigt, dass Ankündigungen der Infra oftmals wenig Verlässlichkeit besitzen.
Sollte ich im September in den Bezirksrat gewählt werden, werde ich mich dafür einsetzen, dass die Interessen der Bürgerinnen und Bürger künftig deutlich konsequenter vertreten werden. Die Infra muss sich kritischen Nachfragen stellen und darf bei Großprojekten nicht länger auf Kosten der Anwohner arbeiten.
Ihr Nils Regiltz
Fraktionsvorsitzender von „Natürlich AhBaDa“
(Ich kandidiere bei der Kommunalwahl am 13. September 2026 als parteiloser Einzelvertreter.)

Meine Anfrage für die Bezirksratssitzung am 21. Mai in der GS In der Steinbreite (Beginn 18.30 Uhr) zu dem Thema „Restarbeiten in de Badenstedter Straße“: 2026_05_restarbeiten